FAQ

Elektrizität

  • Wieviel Strom verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt?

    Die Eidgenössische Elektrizitätskommission (ElCom) hat mehrere Verbraucherkategorien für die Schweizer Haushalte ermittelt:

    • 2-Zimmerwohnung mit Elektroherd: 1'600 kWh/Jahr (Kategorie H1)
    • 4-Zimmerwohnung mit Elektroherd: 2 500 kWh/Jahr (Kategorie H2)
    • 4-Zimmerwohnung mit Elektroherd und -boiler: 4'500 kWh/Jahr (Kategorie H3)
    • 5-Zimmerwohnung mit Elektroherd und Wäschetrockner (ohne Elektroboiler): 4'500 kWh/Jahr (Kategorie H4)
    • 5-Zimmer-Einfamilienhaus mit Elektroherd, Elektroboiler und Wäschetrockner: 7'500 kWh/Jahr (Kategorie H5)
    • 5-Zimmer-Einfamilienhaus mit Elektroherd, Elektroboiler, Wäschetrockner und elektrischer Widerstandsheizung: 25'500 kWh/Jahr (Kategorie H6)
    • 5-Zimmer-Einfamilienhaus mit Elektroherd, Elektroboiler, Wäschetrockner und 5-kW-Wärmepumpe: 13'000 kWh/Jahr (Kategorie H7)
  • Welche Stromprodukte werden von Groupe E angeboten?

    Groupe E bietet seinen Kunden mit dem Produkt PLUS standardmässig Strom, der zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen stammt und grösstenteils in der Region erzeugt wurde. Zur Wahl stehen ausserdem STAR, Strom zu 100% aus erneuerbaren Quellen, welcher unter Einhaltung noch strengerer Umweltkriterien (Label "naturemade star") produziert wurde oder BASIC, Strom vorwiegend aus nicht erneuerbarer Produktion. Der Stromtarif (Einheitstarif, Doppeltarif,…) hängt von Ihrem Installationstyp ab.

  • Kann ich die Unterlagen zu meinem Stromprodukt erhalten?

    Die Produktbeschriebe und Allgemeinen Geschäftsbedingungen können Sie auf der Website von Groupe E unter https://www.groupe-e.ch/de/elektrizitaet einsehen. Diese Dokumente können auch im PDF-Format heruntergeladen und ausgedruckt werden.

  • Welche sind meine offenen Rechnungen?

    Um den Stand Ihrer Rechnungen einzusehen, rufen Sie unseren Privatkundenbereich unter my.groupe-e.ch auf.

  • Kann ich meine Rechnungen per E-Mail erhalten?

    In unserem Privatkundenbereich my.groupe-e.ch unter „Kundendaten verwalten“ können Sie die Zustellart Ihrer Rechnung ändern, um sie als PDF per E-Mail zugeschickt zu bekommen.

  • Wie wird mein Zählerstand abgelesen?

    Unsere Zählerableser sind ständig in unserem Versorgungsgebiet unterwegs. Sie lesen Ihre(n) Elektrizitätszähler in regelmäßigen Abständen ab, so lässt sich durch den Vergleich mit dem vorherigen Zählerstand Ihr Energieverbrauch in Kilowattstunden (kWh) feststellen.

    Wenn der Zählerableser Ihren Zählerstand bei seinem Besuch nicht kontrollieren kann, legt er eine Rückantwortkarte in den Briefkasten, damit Sie uns Ihren Zählerstand mitteilen können.

  • Wie kann ich Ihnen meinen Zählerstand mitteilen?

    Sie können dies direkt und einfach über den Privatkundenbereich my.groupe-e.ch vornehmen.
    Klicken Sie hierfür auf „Zählerstand melden“

  • Wie berechnen Sie den Betrag meiner Vorauszahlungen?

    Die Vorauszahlungen werden im System auf der Basis des Jahresverbrauch des Vorjahres geschätzt bzw. bei einem Ein- oder Umzug auf der Basis des Verbrauchs des Vormieters.

    Beispiel:

    Verbrauch von 2000 kWh für einen Zeitraum von 350 berechneten Tagen:

    • 2000 kWh / 350 T. = 5.71 kWh pro Tag
    • 5.71 kWh x 365 T. = 2085 kWh für ein Jahr
    • 2085 kWh x angewendeter Tarif + Grundbetrag = CHF 553.85
    • Berechnung Vorauszahlung: CHF 553.85 / 4 = CHF 139.00 pro Quartal
  • Weshalb ist mein Jahresverbrauch höher als im Vorjahr?

    Hierfür gibt es zahlreiche Gründe. Die häufigsten sind:

    • eine Änderung der Verbrauchsgewohnheiten (mehr oder weniger Mitbewohner, höhere oder geringere Präsenzzeit in den Wohnräumen usw.)
    • die Installation neuer Elektrogeräte (z.B. Schwimmbad, Jacuzzi, Heizsystem, Heizung, Bügelstation usw.)
    • ein Jahr mit kälteren Temperaturen, ein härterer Winter

    Um die Entwicklung Ihres Stromverbrauchs zu vergleichen, klicken Sie im Privatkundenbereich my.groupe-e.ch auf „Verbrauch einsehen“.

  • Und bei weiteren Fragen?

    Loggen Sie sich im Kundencenter my.groupe-e.ch ein oder kontaktieren Sie unseren Kundendienst:

    • telefonisch unter Tel. 0844 20 40 60
    • oder per E-Mail an kundenservice@csc.groupe-e.ch
    • oder schriftlich an Groupe E AG – Kundendienst – Postfach – 3280 Murten

     

Erdgas

  • Wie findet man Erdgas?

    Für die Suche nach Erdgas-Lagerstätten bis in mehrere Tausend Meter Tiefe und für die Ermittlung ihrer Grösse kommt die so genannte Seismik zum Einsatz. Sensoren (Seismographen) registrieren die Ausbreitungsgeschwindigkeit künstlich erzeugter Erschütterungen, die von den Gesteinsschichten unterschiedlich reflektiert werden. Die Messdaten geben Aufschluss über die unterirdischen Gesteinsstrukturen.
    Der Förderdruck wird auf den Fernleitungsdruck reduziert und das Erdgas in die Pipeline eingespeist. Komplizierter und aufwändiger ist die Förderung von Offshore-Vorkommen. Hier werden je nach Wassertiefe und Umweltbedingungen Bohrschiffe und -plattformen eingesetzt.

  • Kann im Gaskessel auch Biogas verbrannt werden?

    Das ins Netz von Groupe E Celsius eingespeiste Biogas ist nahezu identisch mit Erdgas. Gaskessel können Biogas ohne Anpassung der Anlage nutzen. Die Richtlinien für das Schweizer Gasnetz werden vom SVGW (Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfaches) erstellt. Sie sehen auch die Einspeisung von Biogas in die Erdgasleitung vor. Das Erdgas-Netz enthält also bereits Biogas.

    Das Biogas von Groupe E Celsius darf nicht mit landwirtschaftlichem Biogas verwechselt werden. Dieses wird aus organischen Abfällen gewonnen, die in der Regel in einer Wärmezentrale zur Produktion von Strom und Wärme verbrannt werden.

  • Lohnt es sich, bei einem Umbau auf eine Gasheizung umzusteigen?

    Zahlreiche Eigenheimbesitzer entscheiden sich aufgrund der geringen Anlageninvestitionen und Betriebskosten für eine Gasheizung. Weitere Entscheidungskriterien für einen Umstieg im Rahmen eines Umbaus sind die Flexibilität und der hohe Komfort.

  • Was bedeutet «Brennwerttechnik»?

    Die Brennwerttechnik ist eine Technologie, mit der die Energie des im Erdgas enthaltenen Wasserdampfes in einem Wärmetauscher in Nutzwärme (Raumwärme und Warmwasser) umgewandelt wird.
    Der Gaskessel wird nur auf die Temperatur aufgeheizt, die zur Deckung des aktuellen Wärmebedarfs nötig ist. 

  • Muss ich meinen alten Gaskessel auswechseln?

    Rechtlich sind Sie nicht dazu verpflichtet. Moderne Gaskessel, die mit Brennwerttechnik und einer Verbrennungsluftvorwärmung arbeiten, haben aber einen bis zu 25% höheren Nutzungsgrad als Niedertemperaturkessel. 

  • Welche Unternehmen stellen Gaskessel her?

     

    • Elco bietet kompakte Stand- und Wandheizkessel mit einer Leistung von 1 bis 1900 kW an.
    • Tobler hat neben Produkten der Marke Junkers einen Komplettservice und Wartungsverträge im Angebot.
    • Hoval: beschränkte Auswahl an Standheizkesseln, aber interessante Kombilösungen Sonne + Gas.
    • Vaillant stellt nebst Stand- und Wandheizkesseln auch Erdgas-Wärmepumpen her.
    • Das Angebot von MHG umfasst Wandheizkessel und ein System von Luft-Luft-Wärmepumpen kombiniert mit Gasheizkesseln für die kalte Jahreszeit.
    • Buderus wird aufgrund der hohen Qualität seiner Produkte trotz der eher kleinen Palette an Heizkesseln von mehreren Installateuren empfohlen.
    • Viessmann führt eine Vielzahl an Gassystemen und exklusiv das Wärme-Kraft-Kopplungssystem mit einem Stirling-Motor.
    • Weishaupt hat mehrere Stand- und Wandheizkessel im Angebot.
    • Cipag bietet mehrere Stand- und Wandheizkessel an.
  • Wie wähle ich meinen Gaskessel?

    Für eine optimal auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Anlage wenden Sie sich zunächst an Ihren Installateur-Heizungstechniker, der Sie gerne und kompetent berät. Die Installateure arbeiten im Allgemeinen mit bevorzugten Marken, für die ihre Mitarbeiter speziell ausgebildet sind. Installationen im Zusammenhang mit Erdgas dürfen nur von Frigaz oder zugelassenen Installateuren ausgeführt werden.

  • Wie wird ein Gasherd verwendet und gereinigt?

    Hier ein paar Informationen im Überblick. Weitere Informationen erhalten Sie bei den Herstellern der Kochherde.

    • Verwenden Sie Edelstahlpfannen mit Zwei- oder Dreifachbeschichtung und guter Wärmeleitung.
    • Passen Sie die Grösse der Pfanne dem Durchmesser der Feuerstelle an.
    • Verwenden Sie den Backofen nicht als Heizung!
    • Vergessen Sie nicht, nach dem Kochen das Gas zu schliessen (sowohl Gasregler als auch Haupthahn).
    • Reinigen Sie den Gasherd mit einem nicht scheuernden Schwamm und mit dafür vorgesehenen Produkten.
    • Falls der Hersteller nichts Gegensätzliches vorschreibt, nehmen Sie die Flammenkränze ab und reinigen Sie diese von Hand mit Seifenwasser oder hellem Essig. Für einen optimalen Unterhalt entfernen Sie die Stahlabdeckungen und die Flammenkränze regelmässig, damit sie nicht verkrusten.
    • Die Stahlabdeckungen lassen sich ganz einfach reinigen, indem sie in ein Bad aus Essig, Bicarbonat und Salz gelegt werden.
    • Email-Stellen reinigen Sie am besten mit einem Schwamm, den Sie in eine Lösung aus Wasser und Kernseife oder Geschirrspüler tauchen.
    • Vergessen Sie nicht, den periodischen Service durchführen zu lassen.
  • Welche Kochutensilien eignen sich am besten?

    Sie finden die entsprechenden Informationen auf der Seite «Anwendung».

  • Ich möchte einen Gasherd installieren. Wie muss ich vorgehen?

    Zunächst müssen Sie sich vergewissern, dass Sie an das Erdgasnetz angeschlossen sind. Bei Zweifeln kontaktieren Sie uns per E-Mail oder per Telefon unter 000.000.00.00. Anschliessend müssen Sie sicherstellen, dass Ihr Gasherd mit den vorgeschriebenen Brandschutzsystemen (Thermoelemente) ausgerüstet ist.
    Die Installation bis zum Zähler von Groupe E Celsius kann von einem von SSIGE anerkannten Installateur vorgenommen werden.

  • Wie ist die Rechnung zusammengesetzt?

    Informationen finden Sie auf dieser Seite.

  • Ist die CO2-Abgabe mehrwertsteuerpflichtig?

    Ja. Die auf der CO2-Abgabe erhobene Mehrwertsteuer wird nicht zurückerstattet.

  • Rückerstattung der bezahlten CO2-Abgabe

    Wer fossile Brennstoffe einkauft, bezahlt automatisch die CO2-Abgabe. Abgabebefreite Unternehmen können sich die bezahlte Abgabe bei der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV auf Gesuch zurückerstatten lassen. (Quelle BAFU)

  • Befreiung von der CO2-Abgabe für Unternehmen

    Treibhausgasintensive Unternehmen können sich von der CO2-Abgabe befreien lassen. Im Gegenzug müssen sie sich zu einer Verminderung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichten und am Emissionshandelssystem teilnehmen. Grossverbraucher müssen beweisen, dass sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und die vom Bund festgelegten Ziele erreichen. (Quelle BAFU)

  • Wird die CO2-Abgabe auch auf Biogas erhoben?

    Nein, denn Biogas ist eine erneuerbare, nicht fossile Energie.

  • Kann ich die CO2-Abgabe umgehen?

    Nein. Alle fossilen Brennstoffe werden bei der Einfuhr in die Schweiz mit der CO2-Abgabe belastet. Diese wird 1:1 auf den Kunden abgewälzt.
    Sie können sich auch nicht weigern, die CO2-Abgabe zu zahlen, denn sie wird direkt mit der Erdgas-Rechnung erhoben. 

  • Rückverteilung der CO2-Abgabe

    Rund zwei Drittel der Erträge aus der CO2-Abgabe werden über die Krankenversicherer und die AHV-Ausgleichskassen an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurückverteilt. Das restliche Drittel der Einnahmen, aber höchsten 300 Millionen Franken, fliesst in das Gebäudeprogramm, mit dem Massnahmen zur CO2-Reduktion wie energetische Sanierungen oder die Nutzung erneuerbarer Energien gefördert werden. Weitere 25 Millionen Franken werden dem Technologiefonds zugeführt. (Quelle BAFU)

  • Wann wurde die CO2-Abgabe eingeführt?

    Der Bund erhebt seit 1. Januar 2008 eine Lenkungsabgabe auf fossilen Brennstoffen. Sie ist ein zentrales Instrument der Schweiz zur Erreichung der gesetzlichen Klimaschutzziele, zu der auch die Senkung der Treibhausgas-Emissionen im Inland bis 2020 um mindestens 20% gegenüber 1990 gehört. Die CO2-Abgabe beträgt seit 2014 60 Franken pro Tonne CO2 und wird per 1. Januar 2016 auf 84 Franken pro Tonne CO2 erhöht. Sie ist auf der Rechnung aufgeführt. (Quelle BAFU)

  • Werden die Erdgaspreise nach der Marktöffnung fallen?

    In der Schweiz werden sich die Preise im Fall einer Marktöffnung vermutlich kaum ändern, da die Erdgasversorgungsbetriebe in der Schweiz ihr Erdgas bei einer beschränkten Anzahl Produzenten oder Verkaufsgesellschaften im Ausland beziehen. Ausserdem steht Erdgas in starker Konkurrenz mit erneuerbaren Energien und anderen Brennstoffen wie Holz. Eine Preiserhöhung würde die Wettbewerbsfähigkeit von Erdgas schwächen. 

  • Warum ist der Erdgaspreis an den Ölpreis gebunden?

    Der Erdgaspreis ist immer weniger an den Ölpreis gebunden. Mittlerweile besteht ein eigenständiger Markt.

  • Sind Erdgasheizungen mit den Minergie-Anforderungen kompatibel?

    Minergie-Bauten lassen sich bestens mit Erdgas realisieren, insbesondere dann, wenn der Mehrbedarf an Strom für die Komfortlüftung mit Erdgas selbst erzeugt wird oder zusätzlich noch die Wärme der Sonne genutzt wird. 

  • Werden regelmässige Kontrollen durchgeführt?

    Das Gasnetz von Groupe E Celsius wird jährlich mittels Detektorgeräten, zu Fuss oder mit speziell ausgerüsteten Fahrzeugen Abschnitt für Abschnitt kontrolliert. Die Anlagen in der Nähe von Gebäuden sowie im Gebäudeinneren werden anhand von Drucktests in den Leitungen auf ihre Dichtheit überprüft. Die Installateure von Heizkesseln müssen für ihre Arbeit mit Erdgas eine vom Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches zertifizierte Ausbildung absolvieren. Unsere Teams sind rund um die Uhr in Bereitschaft und können beim geringsten Alarm in kürzester Zeit intervenieren. Bis heute konnten Unfälle so vermieden werden.

  • Ist Erdgas sicher?

    Erdgas ist eine der sichersten Energiequellen überhaupt. Im Versorgungsgebiet von Groupe E Celsius wird sie von mehr als 4000 Kunden täglich genutzt. Dazu gehören Schulen, Spitäler, Gewerbebetriebe und Grossunternehmen.
    Erdgas ist ungiftig, leichter als Luft und schwer entzündbar. Die Explosionsgrenze liegt bei einer Sättigung von 5 bis 15%. Ausserhalb dieser Bandbreite ist entweder nicht genügend Sauerstoff oder zu viel Gas für eine Explosion vorhanden. Erdgas kann in der Luft bereits in Konzentrationen von weniger als 1% nachgewiesen werden, da Tetrahydrothiophen beigemischt wird.

  • Wie lange wird es noch Erdgas geben?

    Geht man davon aus, dass der Erdgasverbrauch auf dem jetzigen Niveau stabil bleibt, so dürften die Erdgasreserven nach vorsichtigen Schätzungen noch 63 Jahre und nach optimistischen Schätzungen noch 130 Jahre reichen. Die Erdgasreserven schwanken je nach den verfügbaren Fördermitteln und dem Marktpreis.

    Die grössten Erdgaslager befinden sich in der ehemaligen Sowjetunion. Dort liegt rund die Hälfte des weltweiten Vorkommens.

    Mit Biogas und synthetischem Methan sind die Reserven unbegrenzt. 

  • Welche Gefahren birgt Schiefergas?

    Schiefergas ist ein Brennpunkt geopolitischer und umweltschützerisches Interessen. Hier einige Gefahren, wobei die Aufzählung nicht abschliessend ist.

    Die geringe Konzentration der Kohlenwasserstoffe erfordert eine grosse Anzahl kurzlebiger Bohr- und Förderplattformen. Sie müssen auf Beton- oder Asphaltböden gebaut werden, die an das Strassennetz und eine Pipeline für den Transport der Flüssigkeit angeschlossen sind. Jede dieser Plattformen würde eine Fläche von durchschnittlich 3,6 ha einnehmen, wobei die Gasvorkommen relativ klein sind. Um genauso viel Brennstoff zu produzieren wie eine einzige Bohrinsel in der Nordsee wären 50 Plattformen nötig! Die Förderung von Schiefergas könnte zu einer Zersplitterung der Landschaften führen.

    Für eine Bohrung werden rund 20 Millionen Liter Wasser benötigt. Das entspricht dem täglichen Verbrauch von rund 100'000 Personen! 

  • Sind solche Bohrungen in der Schweiz erlaubt?

    Schiefergas wird vor allem in den USA häufig genutzt. In Europa ist seine Förderung noch in der Projektphase. In der Schweiz wurde bisher keine Bewilligung erteilt. Sollte es zu solchen Bohrungen kommen, wäre das Fracking, wie es in Amerika betrieben wird, verboten.

    Beim Hineinpressen der Bohrflüssigkeit besteht die Gefahr einer Bodenverschmutzung. Es soll bereits zu Grundwasserverschmutzungen gekommen sein. Tiefenbohrungen sind noch schlecht beherrschbar und die geologischen Folgen sind noch nicht bekannt. Ausserdem könnte Methan (CH4), ein Gas mit hohem Treibhauseffekt, entweichen.

    Groupe E Celsius vertreibt kein solches Gas.

  • Was ist Fracking?

    Schiefgas ist in kompaktem, undurchlässigem (zu dicht für klassische Bohrungen) Tonstein eingeschlossen. Mit Fracking oder Hydrofracking wird dieses Gestein aufgebrochen, indem mit hohem Druck eine Flüssigkeit hineingepresst wird. Die Flüssigkeit verhindert, dass sich die Risse nach dem Druckabbau wieder schliessen. Sie besteht meist aus Wasser, das mit harten Materialien (Sand oder Keramikkügelchen) sowie Lösungsmitteln oder anderen Additiven angereichert wurde.

    Da diese Kohlenwasserstoffe in dem schichtweise angeordneten Gestein eingeschlossen sind, werden in grosser Tiefe (zwischen 1000 und 3000 Metern), in der Regel unterhalb des Grundwassers, Horizontalbohrungen vorgenommen.

  • Ist Erdgas wirklich sauberer als Erdöl?

    Erdgas ist die sauberste fossile Energiequelle. Es gibt weniger CO2, Schadstoffe und Feinstaub ab als andere Energieträger und ist nahezu geruchlos. Erdgas ist deshalb die ideale Übergangsenergie.

  • Was ist Butan und was Propan?

    Flüssiggas (oder LPG für Liquified Petroleum Gas bzw. NGL für Natural Gas Liquids) sind leichte Kohlenwasserstoffgemische (überwiegend Propan und Butan). Flüssiggas wird zu 40% aus Rohöl (Raffinierung) und zu 60% aus Erdgas (Verflüssigung) gewonnen. Es ist schwerer als Luft und wird in Flaschen oder Zisternen gelagert.

  • Kann mit Erdgas Energie gespart werden?

    Ja, mit Erdgas kann viel Energie und somit viel Geld gespart werden. Dank seiner Brennqualitäten und der Energieeffizienz kann bis zu 20% Energie gespart werden. Ausserdem lässt sich Erdgas einfach mit erneuerbaren Energien kombinieren.

  • Warum riecht Gas so stark?

    Seit der Mensch im 19. Jahrhundert mit der Förderung von Gas begonnen hat, besteht auch das Problem der Gaslecksuche. Erdgas ist für den Menschen aufgrund der Erstickungs- und Explosionsgefahr gefährlich. Es ist aber geruchlos. Dabei ist Gas eigentlich am Geruch erkennbar. Seit Gas für den Hausgebrauch vertrieben wird, das heisst nach dem Zweiten Weltkrieg, werden dem Gemisch deshalb Geruchsmoleküle beigegeben. Anfangs wurde Mercaptan oder Methanthiol beigemischt, letzteres aufgrund seines starken Geruchs nach gekochtem Kohl. Heute wird es aufgrund seiner korrosiven Eigenschaften, die den Gasleitungen zusetzen, und des doch allzu übelriechenden Geruchs nichts mehr verwendet. Es wurde durch Tetrahydrothiophen oder THT, eine chemisch äusserst stabile Flüssigkeit, ersetzt.

  • Besteht bei Erdgas Explosionsgefahr?

    Für Gasgeräte und Brenngas-Anlagen in Gebäuden und Wohnhäusern und in ihren Nebengebäuden müssen Sicherheitsnormen eingehalten werden. Groupe E Celsius hatte bislang noch keinen einzigen Unfall zu beklagen.

    Unfälle mit Erdgas sind sehr selten. Im Gegensatz zu Propan oder Butan, das meist in Flaschen aufbewahrt wird (für den Gebrauch in der Küche, den Grill oder Campingflaschen), ist Erdgas leichter als Luft und verteilt sich bei einem Leck sehr schnell. Da Propan oder Butan schwerer sind als Luft, sammeln sich die Gase am Boden an, weshalb dringend davon abgeraten wird, die Flaschen im Keller zu lagern.

    Erdgas kann sogar als sicherste und effizienteste Ersatzenergie im Rahmen der Energiewende-Strategie bezeichnet werden. 

Biogas

  • Wird auf Biogas eine CO2-Abgabe erhoben?

    Nein, denn Biogas ist eine erneuerbare, nicht fossile Energie. Auf den Biogas-Anteil muss keine CO2-Abgabe entrichtet werden? Nur der Erdgas-Anteil am Gesamtverbrauch unterliegt der CO2-Abgabe. 

  • Erhalte ich über meinen Anschluss tatsächlich Biogas oder gelangt dieses zu meinem Nachbar, der eigentlich mit Erdgas heizt?

    Biogas und Erdgas fliessen in das gleiche Netz ein und werden gemischt. Das Prinzip ist das gleiche wie bei Ökostrom. Die Kunden bestellen eine bestimmte Menge Biogas, das an einem gegebenen Ort produziert wird. Anschliessend wird das Biogas in das Erdgasnetz eingespeist. Je mehr Kunden Biogas kaufen, desto mehr wird produziert. Die bestellte Menge Biogas wird von Groupe E Celsius ins Erdgasnetz eingespeist. Käufer von Biogas profitieren von einem ökologischen Mehrwert, erhalten aber das gleiche Gemisch wie ihr Nachbar, der ausschliesslich Erdgas bestellt. Über eine Clearingstelle überwacht die Oberzolldirektion (OZD) die Mengenbilanz. Aus steuerlichen Gründen ist die Korrektur der Daten sehr wichtig.

  • Was ist Biogas?

    Biogas wird aus der Vergärung von Klärschlamm aus Abwasser gewonnen. Aus der Zersetzung und Vergärung geht Biogas hervor, das anschliessend so aufbereitet wird, dass es die gleichen Eigenschaften wie Erdgas aufweist, jedoch CO2-neutral bleibt. Es handelt sich dabei um eine erneuerbare Energie ohne CO2, welche die Ökobilanz erheblich verbessert. Anschliessend wird dieses Biogas mit ca. 8 GWh in das Gasnetz eingespeist und kann ohne jegliche Veränderung vom Heizkessel für die Wärmeerzeugung, für industrielle Prozesse oder auch als Treibstoff genutzt werden.

Fernwärme

  • Kann ich als Eigentümer der mit Fernwärme versorgten Immobilie die an Groupe E bezahlten Rechnungen für die Fernheizung als Heizungskosten auf meine Mieter abwälzen?

    Grundsätzlich ja. Bei den Kosten handelt es sich um tatsächlich anfallende Heiz- und Warmwasserausgaben im Rahmen des Energiebezugs von einer ausgelagerten Zentrale im Sinne des Mietrechts (Obligationenrecht und Verordnung über die Miete und Pacht von Wohn- und Geschäftsräumen). Sie können dem Mieter als Nebenkosten belastet werden. Es ist Sache des Eigentümers, die entsprechenden gesetzeskonformen Mietbedingungen festzulegen. Es gelten die Allgemeinen Bedingungen (AG) für die Wärmeversorgung.

  • Muss ich den Anschluss bezahlen?

    Groupe E Celsius schiesst alle Kosten bis zum Wärmeaustauscher vor. Diese Investitionen werden anschliessend vom Kunden entweder in einem Mal, bei der Vertragsunterzeichnung oder in Form einer bis zum Vertragsende alle drei Monate zu bezahlenden Leistungsgebühr bezahlt.

    Für weitere Informationen lesen Sie bitte das Kapital « Leistungsgebühr ». Alle nach der Installation des Wärmeaustauschers notwendigen Installationen gehen zulasten des Kunden und hängen vom gewählten Installationstyp ab.

  • Wie muss ich bei einer Heizungspanne vorgehen?

    Die Wärmeproduktionsanlagen werden aus der Ferne überwacht. Wenn es zu einer Panne
    kommen sollte, übermittelt das zentrale System automatisch einen Alarm an die für den Unterhalt verantwortliche Firma, die sich darum kümmern wird, die Wärmeproduktionsanlage wieder in Betrieb zu setzen. Bei einer Panne müssen zwei Problemarten unterschieden werden:

    1. Probleme mit der Wärmelieferung auf dem Primärteil (die Wärme kommt nicht mehr bis zu Ihrer Verbrauchsstation). In diesem Fall muss die für den Unterhalt zuständige Firma kontaktiert werden:

      Groupe E Entretec SA
      Route du Madelain 4
      1753 Matran
      T 026 466 70 80
      F 026 466 71 00
      www.entretec.ch
       
    2. Hydraulische Probleme auf dem Sekundär-Teil : ein Heizungsmonteur muss kontaktiert werden. (siehe unten stehendes Schema). Im Fall einer falschen Einschätzung der Situation gehen die Interventionskosten zulasten des Kunden. Für alle anderen administrativen Fragen bitte direkt Groupe E Celsius kontaktieren.
  • Wie kann ich meine Heizung einstellen?

    Wenn die Unterstation in derselben Schalttafel integriert ist wie der Primär-Teil, erlaubt ein gemeinsames Kontrollterminal die Einstellung der Sekundär-Heizung. Bei der Inbetriebsetzung werden alle automatisch funktionierenden Parameter eingestellt. Wenn man eine Anpassung an den Heizkurven oder an den Reduktionszeiten vornehmen will, ist dies aber möglich. Eine Anleitung sollte sich im Innern der Schalttafel befinden. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, kontaktieren Sie bitte das Unternehmen, welches sich um die Inbetriebsetzung und die Einstellungen gekümmert hat.

  • Was ist eine Unterstation?

    Die Unterstation ist das Bindeglied zwischen dem Fernheizungsnetz und Ihrem internen Heizungsnetz (inkl. Warmwasser). Zur Unterstation gehören Wärmeaustauscher, Schieber,Sonden, Zähler und Pumpen.

  • Brauche ich meinen Heizkessel, Heizöltank, Brenner etc. nach dem Anschluss ans Fernheizungsnetz noch?

    Nein. Der Zweck einer Fernheizung ist es, die individuelle Wärmeproduktion durch eine zentrale Lösung zu ersetzen. Daher brauchen Sie nach dem Anschluss weder Heizkessel noch Tank oder Brenner, etc. Zudem verpflichtet sich Groupe E Celsius vertraglich, Ihnen 365 Tage pro Jahr Wärme zu liefern. Wenn es zu einer Panne im Fernheizungsnetz kommt, wird eine mobile Heizung die Wärmelieferung während der gesamten Dauer der Reparatur sicherstellen.

  • Welche Vorteile habe ich durch einen Anschluss ans Fernheizungsnetz?

     

    • Umweltfreundliche Energie
    • Komfort: Groupe E Celsius sorgt rund um die Uhr für die Wärmeversorgung (Produktion, Verteilung, Wartung und Störungsbehebung 7/24) und bündelt die Leistung in einer einzigen Rechnung.
    • Groupe E Celsius übernimmt die mit den Anlagen für die Wärmeproduktion und die Verteilung bis zur Unterstation verbundenen Risiken.
  • Wie bezahle ich die verbrauchte Energie?

    Wie bei der Stromrechnung wird die verbrauchte Energie in kWh verrechnet. Dies geschieht jedes Quartal, indem der vertraglich festgelegte Preis mit Ihrem Verbrauch multipliziert wird (Rp./kWh).

  • Wie ist die Versorgung mit Wärme vertraglich geregelt?

    Sie müssen mit Groupe E Celsius einen Vertrag für die Wärmeversorgung abschliessen, wenn Sie die Wärme und die damit verbundenen Dienstleistungen nutzen möchten. Der Vertrag regelt die wichtigsten Aspekte der Wärmeversorgung durch Groupe E Celsius sowie die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien. Der Vertrag wird ausschliesslich mit dem Eigentümer oder dem Verwalter der betroffenen Immobilie geschlossen.

  • Wem gehören die Anlagen?

    Die Anlagen reichen von der Unterstation bis ins Gebäudeinnere, wo die Wärme verteilt wird. Sie sind integrierender Bestandteil der Liegenschaft und gehören somit dem Liegenschaftsbesitzer.

    Die Zentrale, die Leitungen und die Unterstation bilden zusammen das Primärnetz. Dieses gehört einzig und allein Groupe E. Groupe E finanziert und unterhält die Anlagen. Da einige Anlagen von Groupe E Celsius dauerhaft mit dem Grundstück oder der Immobilie des Eigentümers verknüpft sind, muss dieser Groupe E Celsius das Recht einräumen, das Grundstückeigentum vom Eigentum an den Anlagen gemäss rechtlichen Vorschriften (Dienstbarkeit des Zivilgesetzbuches) zu trennen.

  • Wie funktioniert die Wärmelieferung bei mir zuhause?

    Die Wärme wird zu Ihnen transportiert und mittels einer von Groupe E Celsius gelieferten Unterstation verteilt. Die Unterstation basiert auf einem Wärmeaustauscher. Dieses Element erlaubt, die Energie von der Fernheizung in Ihr internes Netz einzuspeisen. Dies bedeutet, dass die für Ihre Heizung oder das Warmwasser nötige Wärme über den Wärmeaustauscher in Ihr internes Netz einfliesst. Die Unterstation beinhaltet die für den langfristigen, problemlosen Empfang nötigen Apparaturen.

  • Was ist eine Fernheizung?

    Eine Fernheizung ist ein urbanes Energienetz, welches zum Ziel hat, Wärme auf zentralisierte und ökologischer Weise an alle sich in der Nähe des Netzes befindenden Wärmeverbraucher zu liefern. Contracting ist ein umfassendes Dienstleistungsangebot, aus welchem Sie eine massgeschneiderte Energie-Dienstleistung wählen können. Groupe E Celsius kümmert sich um alle damit verbundenen Aspekte.

Erdgasfahren

  • Müssen Erdgasfahrzeuge häufiger gewartet werden?

    Nein, für Erdgasfahrzeuge gelten die gleichen Wartungs- und Serviceintervalle wie für Benzin- oder Dieselfahrzeuge. Die Sichtkontrolle der Erdgasanlage kann im Rahmen eines normalen Jahresservices geschehen. Zwei Tanks unter einer Klappe bedeuten übrigens nicht automatisch doppelte Servicekosten.

  • Sind Erdgasfahrzeuge in Tiefgaragen und Parkhäusern erlaubt?

    Ja, für Erdgasfahrzeuge ist das Einfahren in geschlossene Räume grundsätzlich erlaubt. Das Verbot betrifft nur Autogasfahrzeuge, da LPG schwerer ist als Luft und somit ein erhöhtes Brandrisiko besteht.

  • Machen Erdgastanks die Autos schwerer?

    Die Tanks bestehen in der Regel aus Verbundstoffen und sind somit leicht und widerstandsfähig. Bremsleistung und Sicherheit werden nicht beeinträchtigt.

  • Sind Erdgasfahrzeuge sicher?

    Der Erdgas-Druckbehälter in den Fahrzeugen ist absolut sicher. Crashtests haben gezeigt, dass ein Erdgastank erheblich sicherer ist als ein Benzintank. Selbst bei einem Leitungsbruch oder einem Fahrzeugbrand unterbrechen spezielle Sicherheitseinrichtungen den Erdgasaustritt oder verhindern, dass sich im Gasbehälter ein Überdruck bildet. Die ausgereifte Technik schliesst ein Bersten des Druckbehälters aus. Obwohl unter 200 bar Druck stehend, ist der Tank die stabilste Komponente im Fahrzeug. Die Sicherheitsprüfung schreibt einen Berstdruck von 600 bar vor – das übersteigt auftretende Crashbelastungen bei weitem. Zusätzliche Sicherheitsventile sorgen im Schadensfall zudem für gezieltes Abblasen oder bei Hitzeeinwirkung für gezieltes Abbrennen des Gases. 

  • Was ist der Unterschied zwischen CNG und LPG?

    CNG (Compressed Natural Gas oder Erdgas als Treibstoff) ist das Gas, mit dem Gebäude geheizt und Kochherde betrieben werden. LPG (Liquified Petroleum Gas) bzw. Flüssiggas oder Autogas ist eine Mischung aus Propan und Butan in unterschiedlichem Verhältnis, das an den Tankstellen in flüssiger Form bezogen wird. CNG hingegen wird als Gas verkauft. Die physikalischen Eigenschaften der beiden Stoffe sind komplett verschieden.

  • Was sind die wirkliche Vorteile eines Erdgas-Autos?

    Erdgas- bzw. biogasbetriebene Fahrzeuge produzieren 60 bis 95% weniger Schadstoffe als herkömmliche Fahrzeuge.

    In der Schweiz hat sich die Erdgas-Wirtschaft verpflichtet, Treibstoff mit mindestens 10% Biogas (90/10-Mix) anzubieten. Seit 2007 wird ein Mix angeboten, der durchschnittlich 80% Erdgas und 20% Biogas enthält (80/20-Mix). Im Vergleich zu Benzin kann der CO2-Ausstoss damit um 40% reduziert werden.

    • 100% Erdgas: 25% weniger CO2-Emissionen
    • 90% Erdgas – 10% Biogas: 33% weniger CO2-Emissionen
    • 80% Erdgas – 20% Biogas: 40% weniger CO2-Emissionen
    • 100% Erdgas – 20% Biogas: CO2-neutral