Unsere Fernwärmenetze im Kanton Freiburg

Seit 1993 lokal tätig

Fernwärme hat sich im Kanton Freiburg zunehmend als nachhaltige Energielösung durchgesetzt. Die erste Anlage wurde 1993 auf dem Universitätsgelände Pérolles in Betrieb genommen und gehört heute zum Fernwärmenetz Freiburg. Inzwischen hat sich diese Heizlösung in der Region stark verbreitet, was von einem starken Engagement für die Energiewende zeugt. Ende 2024 betrieben wir im Kanton Freiburg 28 Fernwärmenetze, die 39 Ortschaften versorgen. Die verschiedenen Infrastrukturen umfassen insgesamt über 150 km Leitungen, wodurch die Wärme effizient zu rund tausend Gebäuden transportiert werden kann.

Blick auf die Stadt Freiburg und ihre Kathedrale

Die kumulierte Produktionskapazität erreicht fast 370 Megawatt (MW), d. h. die volle Leistung, die die Anlagen erzeugen können. Der Wärmeverbrauch im Jahr 2024 beträgt über 225 Gigawattstunden (GWh). Das entspricht der Wärmeenergie, die tatsächlich von den an die Netze angeschlossenen Gebäuden verbraucht wurde. Diese Entwicklung hat positive Auswirkungen auf die Umwelt: Dank der Nutzung von Holz und der Wärmerückgewinnung (z. B. in der Müllverbrennungsanlage SAIDEF) als Energiequellen stammen über 80 % des Energiemix (d. h. aller zur Wärmeerzeugung genutzten Quellen) aus erneuerbaren Energien. Unsere Fernwärmeanlagen in Freiburg haben somit 2024 durch die Nutzung erneuerbarer Energien den Ausstoss von mehr als 56.000 Tonnen CO₂-Äquivalent vermieden.

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Ein Teil unserer Freiburger Netze

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Fernwärme Freiburg
  • Erschlossene Gemeinden: Freiburg, Corminboeuf, Givisiez, Granges-Paccot, Hauterive (FR), Marly, Matran, Villars-sur-Glâne
  • Inbetriebnahme der ersten Zentrale: 1993      
  • Anzahl Anschlüsse: 547
  • Netzlänge: über 70 km
  • Anteil erneuerbarer Energien im Netz: 75 %
  • Hauptwärmequelle des Netzes: Energiemix aus Holz, Wärmerückgewinnung aus der Müllverbrennung, industrielle Abwärme, Wärme- und Kältegewinnung aus dem See, der Saane und der Kläranlage (ARA)
  • Maximal vorgesehene Netzleistung: rund 284 MW
Fernwärme Kerzers
  • Erschlossene Gemeinden: Fräschels, Kerzers, Ried bei Kerzers
  • Inbetriebnahme der Zentrale: 2024
  • Anzahl Anschlüsse: 6
  • Netzlänge: über 13 km
  • Anteil erneuerbarer Energien im Netz: 80 %
  • Hauptwärmequelle des Netzes: Holz
  • Maximal vorgesehene Netzleistung: rund 17 MW
Fernwärme La Roche
  • Erschlossene Gemeinde: La Roche
  • Inbetriebnahme der Zentrale: 2018
  • Anzahl Anschlüsse: 33
  • Netzlänge: über 2 km
  • Anteil erneuerbarer Energien im Netz: 80 %
  • Hauptwärmequelle des Netzes: Holz
  • Maximal vorgesehene Netzleistung: mehr als 1 MW

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