Unsere Fernwärmenetze im Kanton Neuenburg

Nachhaltige Energie aus Wärmerückgewinnung

Im Kanton Neuenburg gehört Fernwärme zu einer auf Innovation und Nachhaltigkeit ausgerichteten Dynamik. Die erste Zentrale wurde 2012 in der Stadt Neuenburg in Betrieb genommen und ist Teil des Fernwärmenetzes Neuenburg-Cadolles. Inzwischen hat sich diese Technologie zunehmend in der kantonalen Energielandschaft etabliert und trägt zur Energiewende bei. Ende 2024 betrieben wir vier Fernwärmenetze im Kanton Neuenburg, verteilt auf neun Ortschaften.

Blick auf den Neuenburgersee und den Bielersee

Insgesamt umfasst das Netz mehr als 11 km Rohrleitungen, womit rund 150 Gebäude versorgt werden können. Im Jahr 2024 lag der Verbrauch bei über 7,7 Gigawattstunden (GWh), was der tatsächlich von den an die Netze angeschlossenen Gebäuden verbrauchten Wärmeenergie entspricht.Die kumulierte Produktionskapazität beträgt mehr als 31 Megawatt (MW), d. h. die Gesamtleistung, die die Anlagen erzeugen können, mit einem starken Fokus auf der Rückgewinnung von Industrieabwärme. Die Hauptenergiequelle des Kantons ist Abwärme aus der Raffinerie VARO, mit der das Fernwärmenetz Entre-deux-Lacs gespeist wird. Dieses Verfahren veranschaulicht einen Kreislaufansatz, bei dem bereits erzeugte Energie (in diesem Fall Abwärme) wiederverwendet wird, statt sie ungenutzt zu lassen, sodass die Energieeffizienz maximiert wird. Dank dieser Verwertung und einem Energiemix (d. h. alle Quellen, die zur Wärmeerzeugung genutzt werden), der zu fast 90 % aus erneuerbaren Energien besteht, sind unsere diversen Netze im Kanton Neuenburg nachhaltig ausgerichtet. So kannten mit unseren Neuenburger Fernwärmeanlagen im Jahr 2024 dank erneuerbarer Energien über 1'900 Tonnen CO₂-Äquivalent eingespart werden.

Title
Ein Teil unserer Neuenburger Netze

Column
Fernwärme Entre-deux-Lacs
  • Erschlossene Gemeinden: Cornaux, Cressier, Hauterive (NE), La Tène, Marin-Epagnier, Saint-Blaise
  • Inbetriebnahme der Zentrale: 2023
  • Anzahl Anschlüsse: 88
  • Netzlänge: über 7 km
  • Anteil erneuerbarer Energien im Netz: 91 %
  • Hauptwärmequelle des Netzes: Wärmerückgewinnung aus der Raffinerie VARO Refining Cressier SA
  • Maximal vorgesehene Netzleistung: mehr als 26 MW
Fernwärme Boudry
  • Erschlossene Gemeinde: Boudry
  • Inbetriebnahme der Zentrale: 2013
  • Anzahl Anschlüsse: 33
  • Netzlänge: rund 2 km
  • Anteil erneuerbarer Energien im Netz: 80 %
  • Hauptwärmequelle des Netzes: Holz
  • Maximal vorgesehene Netzleistung: über 2 MW

Title
Das könnte Sie ebenfalls interessieren

Column
Luftaufnahme der Region Entre-deux-Lacs und der VARO-Raffinerie

Das Netz, das Industrieabwärme nutzt

Visualisierung der PLACAD-Zentrale, Universitätsplateau Pérolles (Freiburg)

Ein strukturiertes Netz für den Grossraum Freiburg

Luftaufnahme von Vevey

Wenn Seen und Flüsse unsere Häuser heizen