Wird die Windenergie der Bevölkerung «aufgezwungen»?

Windkraft stärkt die Versorgungssicherheit der Schweiz und schont gleichzeitig die Umwelt. Jeder Windpark folgt einem öffentlichen und transparenten Prozess, an dem Kantone, Gemeinden, Expertinnen und Experten sowie lokale Akteure beteiligt sind, bevor eine Anlage gebaut wird.

Eine unverzichtbare Energie für unseren Alltag
Ob zum Heizen, Fortbewegen, Arbeiten oder Kommunizieren – Energie ist ein zentrales Element unseres täglichen Lebens. Die Schweiz importiert heute noch immer – für rund acht Milliarden Franken pro Jahr – einen Grossteil ihrer Energie, was zu einer starken Abhängigkeit vom Ausland führt. Der Ausbau lokaler und CO2-freier Energieträger wie Windkraft stärkt die Versorgungssicherheit und verringert gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt.

Ein klarer öffentlicher Rahmen, der von den Behörden festgelegt wird
Entgegen der landläufigen Meinung wird die Errichtung von Windkraftanlagen nicht von den Unternehmen beschlossen. Den Rahmen gibt die öffentliche Hand vor. Die Kantone legen mit dem Richtplan fest, in welchen Gebieten Windkraftanlagen in Frage kommen und in welchen nicht. Die Unternehmen können nur innerhalb dieses Rahmens intervenieren.

Vor Ort geprüfte und erörterte Projekte
Gemeinden und Bevölkerung spielen eine zentrale Rolle. Sie werden informiert, konsultiert und oft um eine Stellungnahme gebeten. Ohne lokale Absprache kann kein Park entstehen.

Vor dem Bau wird das Projekt von unabhängigen Expertinnen und Experten eingehend analysiert: Wind, Zugang, technische Aspekte, Lärm, Schatten, Fauna, Flora und Landschaft werden untersucht, um das Projekt an das jeweilige Gebiet anzupassen.

Lokale Akteure im Dienste des Gemeinwohls
Entwickler, oftmals staatliche oder halbstaatliche Regionalunternehmen, entscheiden weder über Regeln noch über Standorte. Sie tragen das gesamte finanzielle Risiko und investieren wegen langwieriger Verfahren und Einsprachen teilweise Millionen, bevor sie die erste Kilowattstunde produzieren.

Die staatliche Förderung der Windenergie ist kein Privileg: Alle strategischen Energien (Wasserkraft, Solarkraft, Biomasse, Reservekraftwerke) profitieren davon, um die Versorgung des Landes zu gewährleisten.

Fazit
Windkraft wird in der Schweiz nicht «aufgezwungen»: Sie wird gemeinsam in einem demokratischen Dialog beschlossen.