Festinstallierte Batterien: Und wenn man Strom einfach speichern würde?
Die Nutzung von grossen Batterien zum Schwankungsausgleich bei erneuerbaren Energien sowie zur Verbesserung des Netzmanagements zeichnet sich für Groupe E als strategische Lösung ab.
Ende 2025 ist Groupe E mit über 28 000 an ihr Netz angeschlossenen Solaranlagen einer der führenden Schweeizer VNB im Bereich Fotovoltaik. Verringert bewölkter Himmel die Solarproduktion, vergrössert sich die Differenz zwischen den Prognosen der Trader und dem tatsächlichen Verbrauch im Netz. Hier kommt die Flexibilität von Batteriespeichersystemen (Battery Energy Storage Systems, BESS) ins Spiel.
Besseres Netzmanagement
«Batterien haben den Vorteil, dass sie bidirektional funktionieren und innerhalb von Millisekunden mobilisiert werden können. Wir können in Zeiten von Überproduktion Energie speichern, zum Beispiel um die Mittagszeit, wenn die Solaranlagen ihren täglichen Spitzenwert erreichen. Energie kann aber auch je nach Trading- oder Netzbedarf gespeichert oder wieder eingespeist werden», erläutert Soizic Dubois, Beauftragter Neue erneuerbare Energien (NEE) bei Groupe E.
Unsere Firma möchte die Vorteile von Speichersystemen nutzen: «Wir haben eine umfassende Studie zu unserem Netz durchgeführt», so Soizic Dubois. «Dabei ging es sowohl um die Bedürfnisse von Groupe E als VNB und Verwalterin der Bilanzgruppe als auch um die Ermittlung der strategisch günstigsten Standorte. Auf Grundlage einer eingehenden Analyse von potenziellen Vorteilen und Risiken konnten wir die Konturen einer künftigen potentiellen Anlage sowie ihre optimale Auslegung beurteilen.»
Ressourcen im Kreislauf
Batterien weisen laut Soizic Dubois keine besonderen Nachteile auf: «Die für ihre Herstellung erforderliche Extraktion ist vor allem eine Investition in eine kreislauffähige Ressource: Die Materialien bleiben langfristig nutzbar und lassen sich nach unzähligen Zyklen wiederverwerten. Bei der weltweiten Förderung fossiler Brennstoffe hingegen werden die Ressourcen letztlich verbrannt und sind für immer verloren. Rückgewinnung und Wiederverwendung dieser strategisch wichtigen Mineralien in der Schweiz stellen eine echte Chance für die Zukunft dar.»
Batterien können innerhalb von Millisekunden mobilisiert werden.