Wenn unser Abfall zur Energiequelle wird
Was wäre, wenn unser Abfall zur Deckung unseres Energiebedarfs beitragen würde? In Posieux ermöglicht seine Verbrennung die Erzeugung von Strom und Wärme. Diese Energie wird von Groupe E genutzt, um die Region zu versorgen.
In Posieux, am Ufer der Saane, verarbeitet die einzige Kehrichtverbrennungsanlage des Kantons Freiburg täglich zwischen 300 und 400 Tonnen Abfälle. Die Verbrennung solcher Abfallmengen setzt eine bemerkenswerte Menge an Energie frei, und es wäre schade, diese nicht zu nutzen. Bereits bei der Inbetriebnahme im Jahr 2001 wurde die von der SAIDEF betriebene Anlage mit einer Dampfturbine ausgestattet. 2025 hat Groupe E diese Anlagen zur Dampfverwertung übernommen und erzeugt damit Strom und Wärme.
Doppelproduktion: Strom und Wärme
Das Prinzip ist einfach und in solchen Betrieben üblich. Bei der Abfallverbrennung entsteht grosse Hitze, mit der Druckdampf erzeugt wird. Damit wird eine Turbine angetrieben, die mit einem Generator verbunden ist, um elektrischen Strom zu erzeugen, der dann direkt ins Stromnetz von Groupe E eingespeist wird.
Ist die Turbine einmal durch den Dampf in Betrieb gesetzt, bleibt noch Wärme übrig, mit der das Fernwärmenetz des Grossraums Freiburg versorgt werden kann. Dabei ist zu beachten, dass diese Wärme als erneuerbar gilt. Sie stammt nämlich aus sogenannter Abwärme, d. h. die dem Prozess zugrunde liegende Wärme wird ohnehin erzeugt und wäre verloren, wenn sie nicht zurückgewonnen würde.
Eine verstärkte Rolle für Groupe E
Logischerweise hat Groupe E diese Dampfverwertungsanlagen übernommen. Sie gehören zu ihrem Kerngeschäft als Energieversorgerin und machen es möglich, ihre bestehende Infrastruktur zu optimieren: Strom- und Wärmeerzeugung zur Fernwärmeversorgung. Damit leistet sie einen aktiven Beitrag zur regionalen Energieversorgung, was der gesamten Bevölkerung zugutekommt.