Seen, Flüsse und Risiken im Flussbett

Groupe E produziert 60% ihres Stroms aus Wasserkraft. Sie möchten wissen, wie das funktioniert, warum der Stand der Stauseen schwankt und wie sie die Flüsse sicher nutzen können ?

Willkommen in der Rubrik «Seen, Flüsse und Risiken im Flussbett».

Die Kraft des Wassers im Dienste der Menschen

Der Mensch nutzt die Kraft des Wassers schon seit der Antike, in der es Mühlen antrieb. Heute ist die Wasserkraft das Rückgrat der Schweizer Stromversorgung. Sie ist erneuerbar, unabhängig vom globalen Markt der fossilen Energien und stösst kein CO2 aus. Dank ihrer Flexibilität sind Wasserkraftwerke ideal, um Produktionsschwankungen anderer erneuerbarer Energien wie Sonne und Wind auszugleichen.

Der Produktionspark der Schweizer Wasserkraft umfasst rund 650 Kraftwerke mit einer Gesamtproduktion von 36 TWh pro Jahr. Mehr als die Hälfte des Stroms, der in diesen Anlagen produziert wird, kommt aus dem Wallis und aus Graubünden.

Groupe E betreibt acht Staumauern auf der Saane, dem Jaunbach, der Areuse und dem Doubs.

Wasserkraft

Funktionsweise

Die Staumauern halten den natürlichen Lauf der Flüsse auf und ermöglichen so, das Wasser zu speichern und Strom in dem Moment zu produzieren, wenn er gebraucht wird. Das Wasser gelang über Wasserfassungen und Druckleitungen zum Kraftwerk, wo es die Turbinen antreibt. Das Wasser fliesst anschliessend zurück ins Flussbett.

Um die Tiere und Pflanzen zwischen dem Ort, an dem das Wasser entnommen wird, und der Rückgabe ins Flussbett zu schützen, garantieren die Wasserkraftbetreiber einen Restwasserabfluss. Dieser wird direkt am Fuss der Staumauer turbiniert.

 

Funktionsschema einer Wasserkraftanlage:

Funktionsschema eines Dammes

 

Die Wasserkraftwerke von Groupe E

Groupe E betreibt einen Produktionspark mit zwölf Wasserkraftanlagen, davon sieben eigene Kraftwerke.

Risiken im Flussbett

 

Der Betrieb eines Wasserkraftwerks oder einer Staumauer kann starke Schwankungen des Wasserstands auslösen. Dies kann jederzeit passieren, am Tag oder in der Nacht, unabhängig vom Wetter. Personen, die sich im Flussbett oder am Ufer befinden, können dadurch in Gefahr geraten.

 

Einige Sicherheitsregeln

Wenn Sie einige grundlegende Regeln befolgen, können Sie die Flüsse sicher nutzen:

  • Bleiben Sie in der Nähe des Ufers
  • Achten Sie auf jegliche Veränderung des Flusslaufs (Wasserstand, Farbe, Geräusche, Blätter auf der Wasseroberfläche)
  • Suchen Sie sich Anhaltspunkte, um Schwankungen des Wasserstands zu erkennen (z.B. einen Felsen im Wasser)
  • Stellen Sie sicher, dass Sie jederzeit das Wasser verlassen können
  • Vermeiden Sie kleine Inseln und Kiesbänke, die schnell überströmt werden können und daher ein zusätzliches Risiko darstellen
  • Schlafen Sie nicht am Ufer ein
  • Passen Sie besonders auf, wenn Sie mit Kindern oder Personen mit eingeschränkter Mobilität unterwegs sind

 

Vorsicht in den Flussläufen

Risques en rivièresDie gefährlichsten Zonen sind durch Warntafeln ausgewiesen. Allerdings heisst das Fehlen einer Warntafel nicht, dass ein Ort sicher ist. Bleiben Sie immer aufmerksam!

 

 

 

 

 

 

Seestände

Eine der wichtigsten Funktionen einer Wasserkraftanlage ist es, ein Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage an Strom sicherzustellen. Die Stauanlagen können diesen Zweck erfüllen, weil sie Wasser im See speichern können. Der Stand eines Stausees steigt und fällt aufgrund der saisonal unterschiedlichen Zuflüsse und der Verbrauchsschwankungen.

Aktuelle Seestände

 

Auf unserem Blog : Entdecken Sie das Prinzip des Wassermanagements an Stauseen.

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