Wärme

Der Grossteil der von Groupe E Celsius produzierten und verteilten Wärme wird nachhaltig erzeugt, vor allem durch die Verwendung von Holz aus der Region in den Fernheizkraftwerken.

Fernwärme

Unter Fernwärme versteht man die umweltfreundliche, energieeffiziente Lieferung von Wärme an eine Gruppe von Gebäuden (Gemeinden, Wohnquartiere, Gewerbebetriebe usw.).

Erzeugt wird die Wärme in der Regel mit einem Holzheizkessel (mit Holzschnitzeln) und einem Zusatzheizkessel, der mit Erdgas oder, sofern kein Gas vorhanden ist, mit Erdöl betrieben wird. Der Holzheizkessel liefert durchschnittlich etwa 80% der Energie.

Die Wärmeverteilung erfolgt durch einen Heisswasserkreislauf in unterirdischen Fernleitungen. Durch eine Unterstation wird das Heizsystem des Gebäudes über einen Wärmeaustauscher an das Fernwärmenetz angeschlossen.

 

Unsere Fernwärmeprojekte

Groupe E Celsius ist Eigentümerin von rund vierzig Fernwärmeanlagen und baut ihre Netze teils durch die Errichtung neuer Anlagen, teils durch Erweiterung vorhandener Netze kontinuierlich aus.

  • CAD VEVEY

    Im Quartier Gilamont im Norden von Vevey baut Groupe E Celsius ein neues Fernwärmenetz auf, das jährlich 15'000'000 Kilowattstunden Wärme produzieren soll – so viel, wie zum Beheizen von 1500 Haushalten benötigt wird. Die Wärme entsteht durch Verbrennen von Holzschnitzeln aus den Wäldern der Region. Durch die Nutzung erneuerbarer lokaler Energiequellen spart die neue Anlage 3000 Tonnen CO2 pro Jahr ein.

    3,5 Kilometer Leitungen

    Die Verlegung der Leitungen für das neue Fernwärmenetz erfolgt seit Juni 2016 in drei Etappen sukzessive bis 2018. Das Netz wird insgesamt 3,5 km umfassen und sich bis in die Innenstadt erstrecken. Der Bau des Heizkraftwerks in Gilamont begann im Herbst 2016.

    Wärmelieferung ab Herbst 2017

    Die neue Anlage wird zahlreiche Gemeindeliegenschaften sowie Privatgebäude mit Wärme versorgen, unter anderem die beiden Tours de Gilamont, den Konzertsaal Rocking Chair sowie das Museum Chaplin’s World in Corsier. Die ersten Kunden werden ab Oktober 2017 beliefert.

    Wasserbewirtschaftung mit Rücksicht auf Amphibien

    Begleitend zu den Bauarbeiten wird die Stadt Vevey Umweltschutzmassnahmen umsetzen. Insbesondere durch einfache Vorrichtungen, die ausgewiesene Flächen saisonal in Feuchtgebiete verwandeln, wird das Gelände bezüglich seiner Artenvielfalt insbesondere für Amphibien aufgewertet.

    Aufgrund ihres Engagements im Rahmen des Fernwärmeprojekts wurde die Stadt Vevey mit dem European EnergyAward®GOLD geehrt. Diese höchste Auszeichnung für Energiestädte würdigt die europäischen Spitzenreiter in Sachen Energiepolitik.

  • CAD VALBROYE

    In Granges-près-Marnand in der Gemeinde Valbroye baut Groupe E Celsius ein Fernwärmenetz auf, das mit Holz aus der Region gespeist werden soll. Die Anlage wird jährlich 2 GWh Wärme entsprechend dem Verbrauch von 120 Haushalten erzeugen. Die Arbeiten haben im Februar 2016 begonnen und laufen voraussichtlich bis Ende 2018.

  • Ausbau FRICAD

    FRICAD ist das wichtigste Fernwärmenetz im Kanton Freiburg. Das 2002 gebaute Netz nutzt in erster Linie die Abwärme der thermischen Kehrichtverwertungsanlage SAIDEF in Posieux. Der erste Teil des Netzes stellt die Versorgung von Agroscope in Posieux und des Landwirtschaftlichen Instituts in Grangeneuve (LIG) sicher.

    In der ersten Erweiterungsphase nahm Groupe E 2009 ein Teilstück in Betrieb, das Gebäude zwischen Posieux und Villars-sur-Glâne mit Wärme versorgt, insbesondere das Freiburger Spital (HFR) – Standort Freiburg – sowie die Cremo AG.

    Eine zuverlässigere Wärmelieferung

    Seit 2014 wird das FRICAD-Netz kontinuierlich ausgebaut. Inzwischen umfasst es mehrere Heizkraftwerke in der Stadt Freiburg, in Villars-sur-Glâne, Givisiez und Granges-Paccot. Die Verknüpfung zwischen mehreren Fernwärmenetzen erhöht die Lieferzuverlässigkeit und ermöglicht eine optimale Ausschöpfung der verfügbaren Energie.

    Heute umfasst das FRICAD-Netz insgesamt 61 Kilometer Leitungen und verteilt pro Jahr 9000 GWh Wärme.

  • Ausbau ROMCAD

    Das seit 2004 betriebene Fernwärmenetz ROMCAD umfasst eine Heizzentrale mit einem 1000kW- Holzheizkessel und einen 1250 kW-Gasheizkessel. Das dazugehörige Fernwärmenetz versorgt 51 Unterstationen in Gemeindegebäuden und Schulen, das Produktionszentrum der Nestlé Nespresso AG, einen Veranstaltungssaal, das Freiburger Spital und das Alten- und Pflegeheim Billens sowie industrielle, gewerbliche und private Gebäude. Das benötigte Holz liefert die Corporation forestière intercantonale Farzin-Glâne Nord.

    Eine wachsende Nachfrage

    Der seit 2004 kontinuierlich betriebene Ausbau des Fernwärmenetzes ist der nachhaltigen Energiepolitik der Gemeinde Romont zu verdanken, die für ihre Anstrengungen mit dem Label „Energiestadt“ ausgezeichnet wurde. Im Sommer 2017 wird zudem eine Erweiterung der Heizzentrale des BICUBIC öffentlich aufgelegt, um sicherzustellen, dass die Wärmelieferungen der steigenden Nachfrage gerecht bleiben. In den kommenden zwei Jahren sind allein in der Stadt Romont über 60 Neuanschlüsse an das Fernwärmenetz geplant.

    Im Herbst 2016 erfolgte der erste Spatenstich für den Netzanschluss der Altstadt von Romont. Für den Anschluss des Schlosses greift Groupe E Celsius auf die Technik der Richtbohrung zurück, um die Leitungen unter den Fundamenten hindurch zu verlegen. Auch die Grundschule, das katholische Pfarramt und das Vitromusée Suisse werden künftig mit Fernwärme beheizt.

Erdgas

Das Erdgas

Erdgas entstand durch die natürliche Umwandlung organischer Stoffe im Laufe von Jahrmillionen. Da es kaum verarbeitet zum Verbraucher gelangt, ist es von den fossilen Brennstoffen der umweltfreundlichste.

Der Brennstoff Erdgas wird tief aus dem Erdinneren zu Tage gefördert. Es besteht zu über 90 % aus Methan (CH4). Es ist farb- und geruchlos und die einfachste in der Natur vorkommende Kohlenwasserstoffverbindung. Die Gewinnung erfolgt durch Bohrung.

Da die Schweiz über keine Lagerstätten verfügt, importiert sie Erdgas, und zwar zu 43% aus der EU, zu 22% aus Russland, zu 21% aus Norwegen und zu 14% aus anderen Ländern.

Transportiert und an die Verbraucher verteilt wird Erdgas durch unterirdische Leitungen, sodass ein Strassentransport mit Lastwagen entfällt. Die Leitungen verlaufen unsichtbar und schonen somit die Umwelt ebenso wie die Landschaft.

Unser Vorhaben

Unser Vorhaben

Obwohl Politik und Gesetze neuen erneuerbaren Energiequellen heute den Vorzug geben, spielt dieser Brennstoff im Rahmen der Energiewende eine wichtige Rolle als Übergangsenergie. In bestimmten Situationen bietet Erdgas sich als pragmatische, effiziente Alternative zur Fernwärme an.

  • Anschluss Des historischen Zentrums von Greyerz

    Seit März 2017 laufen die Arbeiten für den Anschluss des historischen Zentrums von Greyerz an das Erdgasnetz. Mit Hilfe von Richtbohrungen ist Groupe E Celsius in der Lage, die gesamte Altstadt ohne Beeinträchtigungen für Anwohner und Touristen mit einer knapp einen Kilometer langen Ringgasleitung einzufassen.

     

    Ausnahme vom kantonalen Energiegesetz

    Die Gemeinde Greyerz hat für den Anschluss ans Erdgasnetz eine Ausnahmebewilligung erhalten. Das kantonale Energiegesetz verpflichtet die Gemeinwesen zwar dazu, der Nutzung von erneuerbaren Energien den Vorzug zu geben, doch eignet sich das historische Zentrum von Greyerz weder für die Erdarbeiten, die für das Verlegen von Fernheizungsleitungen erforderlich sind, noch für geothermische Bohrungen. Die Gemeinde wird bei ihrer Energieplanung andere Zonen festlegen, die sich besser für die Installation von Heizungen eignen, die mit erneuerbaren Energien betriebenen werden können.

    Vorteile für Anwohner, Gewerbetreibende und Gastronomen

    Groupe E Celsius schliesst zunächst das historische Zentrum von Greyerz an ihr Erdgasnetz an und ermöglicht es dadurch den Bewohnern, Gastronomen und Gewerbetreibenden, sich ihrer oftmals veralteten Ölheizungen zu entledigen. Die Gemeinde wird ihre CO2-Emissionen dadurch im Vergleich zum heutigen Stand um 25% senken. Ein weiterer Vorteil: In der Altstadt, die eigentlich eine Fussgängerzone ist, werden weniger Tankwagen verkehren.